Grundlagen zur Epi-LASIKDie Epi-LASIK ist eine etwas abgeänderte Form der LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis). Es handelt sich um ein Verfahren der Laserbehandlung der Hornhaut des Auges, um Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Bei der Epi-LASIK (Epitheliale LASIK) wird, anders als bei der normalen LASIK, nur die oberste Zellschicht (Epithel) von der Hornhaut abgelöst, damit die eigentliche Laserbehandlung an der dicken, mittleren Schicht (Stroma) erfolgen kann.Was ist Fehlsichtigkeit, und welche Arten gibt es?Bei einem Auge kann eine Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Stabsichtigkeit vorliegen. Ob eine Fehlsichtigkeit vorliegt, hängt von der Brechkraft von Hornhaut und Augenlinse ab sowie von der Entfernung dieser Strukturen zur Netzhaut.Bei Kurzsichtigkeit (Myopie) ist das Auge für die Brechkraft von Hornhaut und Linse zu lang. Parallel auf das Auge treffende Strahlen werden schon vor der Netzhaut gebündelt. Der Patient nimmt Gegenstände in der Ferne unscharf wahr.Bei Weitsichtigkeit (Hyperopie) ist das Auge zu kurz, und der Brennpunkt paralleler Lichtstrahlen befindet sich hinter der Netzhaut. Gegenstände in der Nähe sieht der Weitsichtige unscharf.Stabsichtigkeit (Astigmatismus, so genannte Hornhautverkrümmung) beschreibt eine Krümmung der Hornhaut, die in eine Richtung (z. B. von oben nach unten) stärker ist als in die andere Richtung (z. B. von links nach rechts). Falls keine weiteren Fehlsichtigkeiten vorhanden sind, nimmt der Patient einen Punkt als einen Strich wahr.Des Weiteren können Hornhautunregelmäßigkeiten bestehen, die durch die oben genannten Fehlsichtigkeiten nicht beschrieben werden können und daher als irregulärer Astigmatismus bezeichnet werden. Solche Unregelmäßigkeiten können mittels LASIK ebenfalls behoben werden, wenn die Abweichungen nicht zu groß sind.Welche Untersuchungen müssen vor einer Epi-LASIK vorgenommen werden?Die Voruntersuchungen gestalten sich wie bei der LASIK. Um festzustellen, ob sich eine Epi-LASIK für die Behandlung eignet, müssen andere Augenkrankheiten und zu hohe Fehlsichtigkeit ausgeschlossen werden. Der Patient wird befragt (Anamnese), ein genauer Sehtest ohne und mit Brillenkorrektur wird durchgeführt. Der Arzt betrachtet die Augen unter Vergrößerung, insbesondere die Netzhaut am Augenhintergrund bei erweiterter Pupille. Die Hornhautdicke muss bestimmt werden. Eine genaue Vermessung der Hornhautoberfläche und anderer Parameter erfolgt mit speziellen Untersuchungsgeräten.Durchführung einer Epi-LASIK-BehandlungDas Auge wird zunächst mit Tropfen betäubt. Zusätzlich kann ein Beruhigungsmedikament vom Arzt gegeben werden.Während der Behandlung befindet sich der Patient auf einer Liege. Mit einem Lidsperrer wird das jeweilige Auge offen gehalten. Bei der Epi-LASIK wird die oberste Zellschicht der Hornhaut, das Epithel, mit einem sehr feinen Schneidegerät von der darunter liegenden Schicht abgehobelt. Die dünne Epithelschicht wird zur Seite geklappt, so dass das Innere der Hornhaut (Stroma) freiliegt. Jetzt erfolgt die eigentliche Laserbehandlung. Mit einem so genannten Excimer-Laser wird die Hornhaut so bearbeitet, dass die Fehlsichtigkeit ausgeglichen wird. Danach wird die Epithelschicht wieder über die behandelte Hornhaut geschoben. Das Epithel erholt sich bald wieder, was durch Aufbringung einer therapeutischen Kontaktlinse für einige Tage gefördert werden kann.Mögliche Komplikationen, die nach einer Epi-LASIK auftreten könnenNach der Laserbehandlung kann es zu einem Brennen und Tränen des Auges oder zu Schmerzen kommen. Dies gibt sich im Normalfall bald von selbst. Bei der Epi-LASIK handelt es sich sonst um ein Therapieverfahren, bei dem es nur in seltenen Fällen zu schweren Komplikationen kommt. Es ist beispielsweise möglich, dass eine Infektion der Hornhaut auftritt. Narben können sich an der Hornhaut bilden. Nach Operationen zur Fehlsichtigkeits-Korrektur wie der Epi-LASIK besteht nicht selten eine vermehrte Blendungsempfindlichkeit. Es kann nicht vollkommen ausgeschlossen werden, dass es zu einer dauerhaften Sehverschlechterung, zur Blindheit oder im äußersten Fall zum Verlust des Auges kommt.Wie sollte sich der Patient nach einer Behandlung mit Epi-LASIK verhalten?Mit dem Auge sollte der Patient nach der Behandlung für einige Zeit vorsichtig umgehen. Direkt nach der Epi-LASIK sollte er die Augen für mehrere Stunden geschlossen halten. Er sollte in den ersten Tagen nicht am Auge reiben. Ein einigermaßen klares und scharfes Sehen ist normalerweise bereits am Tag nach der Laser-Operation möglich.Notwendige Kontrolluntersuchungen nach der Epi-LASIK sind wichtig und sollten eingehalten werden.Die Struktur der Hornhaut wurde durch den Eingriff etwas verändert. Deshalb kommt es zu Messfehlern, wenn bestimmte augenärztliche Untersuchungen vorgenommen werden. Dazu gehören beispielsweise Augendruckmessungen sowie Untersuchungen vor einer Operation am Grauen Star. Der Patient sollte daher jedem Augenarzt, der Untersuchungen an seinen Augen durchführt, mitteilen, dass eine Epi-LASIK bei ihm vorgenommen wurde.Welche Erfolgsaussichten bestehen bei der Epi-LASIK?Mit der Epi-LASIK kann Kurzsichtigkeit bis zu einem Wert von -6 Dioptrien sowie eine Weitsichtigkeit von bis zu +3 Dioptrien gut behandelt werden. Ebenfalls kann eine Stabsichtigkeit von bis zu 3 Dioptrien korrigiert werden. Meist benötigt der Patient nach dem Eingriff keine Brille mehr. In etwa 5 % bis 10 % ist es allerdings auch möglich, dass die Brechkraftkorrektur zu gering oder zu stark ausfällt, so dass weiterhin eine Sehhilfe getragen werden muss.Vorteile der Epi-LASIK gegenüber anderen VerfahrenBei der Epi-LASIK wird eine wesentlich dünnere Scheibe von der Hornhautoberfläche zur Behandlung abgeklappt und danach wieder zurückbefördert, als dies z. B. bei der LASIK der Fall ist. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass vielfach auch Hornhäute behandelt werden können, die für eine LASIK zu dünn wären. Der Vorteil gegenüber Methoden, bei denen das Epithel (oberste Zellschicht der Hornhaut) komplett entfernt wird, ist, dass mit der zurückgeklappten Epithelschicht ein guter Wundverband gegeben ist. Die Hornhaut heilt besser zu als bei solchen anderen Methoden.Können die Behandlungskosten von der Krankenversicherung übernommen werden?Operative Behandlungsverfahren zum Ausgleich von Fehlsichtigkeiten (Refraktive Chirurgie) sind aus rein medizinischer Sicht nicht notwendig. Dies trifft natürlich auch auf die Epi-LASIK zu. Die Sehschärfe kann auch durch eine Brille oder durch Kontaktlinsen korrigiert werden. Deshalb werden in aller Regel die Kosten für diese Laserbehandlung von den Krankenkassen nicht übernommen. ...
Was ist ein Excimer-Laser?Ein Excimer-Laser ist eine spezielle Art von Laser, der neben einigen anderen Anwendungsgebieten auch in der Augenheilkunde eingesetzt wird. Hier dient der Excimer-Laser vor allem der Bearbeitung der Hornhaut zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten (Refraktive Chirurgie, z. B. LASIK).Wie funktioniert der Excimer-Laser?Ein Laser (Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation) ist ein Gerät, das stark gebündeltes Licht aussenden kann. Dadurch können die Strahlen mit hoher Energie gezielt auf eine Stelle gerichtet werden, um z. B. Gewebe aufzutrennen oder zu verschweißen. Bei einem Excimer-Laser wird der Laserstrahl durch den Zerfall einer Zweierverbindung bestimmter Atome erzeugt. Eine solche Verbindung wird als Dimer bezeichnet. Da die für den Laser verwendeten Verbindungen nur sehr kurz halten und durch elektronische Anregung erzeugt werden müssen, werden sie Excimer (englisch: excited dimer, angeregtes Dimer) genannt. In Excimer-Lasern für die Augenheilkunde werden meist Verbindungen aus den chemischen Elementen Argon und Fluor (ArF) verwendet. Eigentlich sollten sie Exciplex heißen, da sie aus zwei verschiedenen Elementen bestehen, aber der Begriff Excimer ist weitaus geläufiger.Excimer-Laser senden kein sichtbares Licht, sondern ultraviolettes Licht (UV-Licht) aus. Die Wellenlänge eines ArF-Excimer-Lasers ist mit 193 Nanometern sehr kurz, was einer hohen Energie entspricht. So kann eine äußerst feine und genaue Bearbeitung von Gewebe erfolgen. Weil UV-Strahlen verwendet werden, wird nahezu keine Wärme im behandelten Gewebe erzeugt. Daher wird ein solcher Laser auch Kaltlicht-Laser genannt.Welche Behandlungen können mit dem Excimer-Laser durchgeführt werden?Von augenärztlicher Seite werden Excimer-Laser in den meisten Fällen für die Korrektur von Fehlsichtigkeiten verwendet. Dies geschieht durch gezielte Abtragung von Gewebe der Hornhaut, der durchsichtigen Schicht vorne am Auge. Zu den Fehlsichtigkeiten gehören Kurzsichtigkeit (Myopie), Weitsichtigkeit (Hyperopie) und Stabsichtigkeit (Astigmatismus). Der Patient, der an einer Fehlsichtigkeit leidet, sieht in bestimmten Entfernungsbereichen oder allgemein unscharf. Durch einige Verfahren (Refraktive Chirurgie) kann der Patient mit dem Excimer-Laser so behandelt werden, dass er meist auf Brille oder Kontaktlinsen verzichten kann. Möglichkeiten der Excimer-Laserbehandlung zur Korrektur von Fehlsichtigkeit sind:LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis)Bei der LASIK wird nach einer Betäubung der Hornhaut mit Augentropfen zunächst eine dünne Hornhautschicht abgehobelt und abgeklappt. Die eröffnete Hornhaut wird anhand von in Voruntersuchungen genau gemessenen Werten mit dem Excimer-Laser so behandelt, dass eine zu starke oder zu schwache Krümmung sowie Unregelmäßigkeiten verschwinden. Danach wird die obere Schicht wieder auf die behandelte Hornhaut geklappt. Sie haftet dort von alleine und heilt innerhalb von Wochen wieder ein.LASEK (Laser-epithelial-Keratomileusis)LASEK sowie das sehr ähnliche Verfahren Epi-LASIK unterscheiden sich von der LASIK darin, dass nur die dünne oberste Zellschicht (Epithel) abgelöst wird, bevor die eigentliche Excimer-Laser-Behandlung stattfindet. Die Epithel-Schicht wächst nach einigen Tagen von selbst wieder zu.PRK (Photorefraktive Keratektomie)Bei der PRK wird zunächst ebenfalls das Epithel (oberste Zellschicht) der Hornhaut entfernt. Dann wird mit dem Excimer-Laser die offene Hornhaut von außen nach innen immer tiefer abgetragen, so dass vor allem eine Kurzsichtigkeit korrigiert werden kann.Nicht nur Fehlsichtigkeiten können in der Augenheilkunde mit dem Excimer-Laser behandelt werden. Unter anderem bestehen noch folgende Möglichkeiten:PTK (Phototherapeutische Keratektomie)Bei der PTK wird wie bei der PRK eine Hornhautstelle bis zu einer bestimmten Tiefe abgetragen. Allerdings dient die Behandlung nicht der Korrektur einer Fehlsichtigkeit. Entfernt werden können mit der PTK unter anderem oberflächliche Hornhautnarben und -trübungen sowie über die Hornhaut wachsendes Gewebe (z. B. Pterygium).Bei einer Hornhauttransplantation kann das Hornhautscheibchen mit dem Excimer-Laser präzise herausgeschnitten werden.Bestehen Gefahren bei einer Behandlung mit dem Excimer-Laser?UV-Licht kann die Ursache verschiedener Schäden sein, z. B. Sonnenbrand oder Hautkrebs. Beim Excimer-Laser ist die UV-Strahlung jedoch stark gebündelt, so dass bisher für den Excimer-Laser noch kein schädigender Effekt außerhalb des auftreffenden Strahls aufgezeigt worden ist. Durch die Art des Eingriffs können Komplikationen entstehen, z. B. eine Über- oder Unterkorrektur der Fehlsichtigkeit, eine Blendungsempfindlichkeit, eine Infektion der Hornhaut oder eine Narbenbildung.Welche Anwendungen außerhalb der Augenheilkunde können mit dem Excimer-Laser durchgeführt werden?In anderen medizinischen Bereichen gibt es ebenfalls einige Behandlungen, die mit dem Excimer-Laser durchgeführt werden. So können verengte Blutgefäße in bestimmten Fällen mit dem Excimer-Laser durch Gewebeabtragung erweitert werden (Excimer-Laser-assistierte Angioplastie, ELA). In der Dermatologie eignet sich der Laser z. B. zur Therapie von Hautbereichen mit Schuppenflechte (Psoriasis).Der Excimer-Laser wird darüber hinaus auch für eine Vielzahl von technischen Anwendungen benutzt. Dazu gehören z. B. die Mikromechanik, die Halbleiter-Herstellung sowie die Photolithographie (eine Art digitales Druckverfahren). ...
Bei der Femto-LASIK ist ein glatterer und genauerer Schnitt möglich als bei der herkömmlichen Methode mit Einsatz eines mechanischen ...
LASEK hat den Vorteil, dass auch Menschen behandelt werden können, bei denen die Hornhaut für eine LASIK zu dünn ist. Zudem kann die ...
LASIK ist eine Laser-Operation am Auge, mit der Fehlsichtigkeiten korrigiert werden können. LASIK ist momentan das am häufigsten vorgenommene ...
Grundlagen zur PRKDie Photorefraktive Keratektomie (PRK) ist eines der Verfahren, mit denen durch Laseranwendung eine Veränderung der Hornhautkrümmung erreicht werden kann, um eine Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Die PRK ist die älteste dieser Methoden der Laserbehandlung, die routinemäßig angewendet wurde. Die PRK ähnelt unter anderem der LASIK, mit dem hauptsächlichen Unterschied, dass bei der PRK vor dem Lasern lediglich die oberflächliche Hornhautschicht abgeschabt wird.Mit der PRK kann Kurzsichtigkeit behandelt werdenDie PRK eignet sich vor allem dafür, eine Kurzsichtigkeit zu korrigieren. Kurzsichtigkeit (Myopie) liegt dann vor, wenn die Brechkraft von Hornhaut und Augenlinse zu groß ist und der Augapfel im Verhältnis dazu zu lang ist. Bei Kurzsichtigkeit nimmt der Patient in der Ferne ein unscharfes Bild wahr, in der Nähe sieht er dagegen deutlich.Bis zu einem gewissen Grade kann durch PRK auch eine Stabsichtigkeit ausgeglichen werden. Stabsichtigkeit (Astigmatismus) wird im Volksmund auch als Hornhautverkrümmung bezeichnet. Sie wird dadurch beschrieben, dass die Hornhaut in eine Richtung stärker gekrümmt ist (z. B. von oben nach unten) als in der anderen Richtung (z. B. von links nach rechts). Der Stabsichtige nimmt einen eigentlichen Punkt als einen Strich wahr.Des Weiteren können schwach ausgeprägte unregelmäßige Hornhautveränderungen (so genannter irregulärer Astigmatismus) durch eine PRK ausgeglichen werden.Notwendige Untersuchungen im Vorfeld einer PRKVor der Behandlung muss herausgefunden werden, ob eine PRK für das Auge überhaupt geeignet ist. So müssen z. B. andere Augenerkrankungen ausgeschlossen werden. Auch sollte die Fehlsichtigkeit (Kurzsichtigkeit) nicht zu hoch sein. Der Arzt befragt dazu den Patienten (Anamnese) und führt einen genauen Sehtest durch. Dieser erfolgt zunächst ohne Korrektur und dann mit der optimalen Brillenkorrektur. Dann schaut sich der Augenarzt das Auge an, insbesondere die Netzhaut bei erweiterter Pupille. Verschiedene Strukturen des Auges werden mit Spezialgeräten vermessen, z. B. die Hornhautoberfläche und -dicke.Durchführung der Laseroperation (PRK)Vor der Behandlung wird das Auge mit Tropfen betäubt. Zusätzlich empfiehlt es sich oft, Beruhigungsmedikamente anzuwenden. Diese werden vom Arzt angeordnet.Das Auge wird mit einem Lidsperrer offen gehalten. Bevor der Laser zum Einsatz kommt, muss die oberflächliche Zellschicht der Hornhaut (Epithel) entfernt werden. Dies geschieht mechanisch mit einem Schabeinstrument. Im Anschluss daran erfolgt die eigentliche Laserbehandlung. Dabei wird mit einem so genannten Excimer-Laser die Hornhaut so bearbeitet, wie es die Werte aus den Voruntersuchungen vorschreiben. Die Fehlsichtigkeit wird durch diese Gewebeabtragung ausgeglichen.Nach der Behandlung wird eine therapeutische Kontaktlinse für einige Tage auf das Auge gesetzt. Das Epithel (oberflächliche Zellschicht) heilt in der Regel in wenigen Tagen wieder komplett zu.Mögliche Komplikationen, die bei einer PRK auftreten könnenPraktisch immer schmerzt das Auge in den Tagen nach der PRK, da die Hornhautoberfläche offen ist. In der Regel verschwinden die Schmerzen dann. Nur in manchen Fällen kann es länger dauern, bis die Hornhaut verheilt. Es kann zu einer Infektion der Hornhaut kommen. Narben beziehungsweise Trübungen können sich entwickeln. Es kann eine vermehrte Blendungsempfindlichkeit nach der Laser-Operation bestehen. Nur in wenigen Fällen kommt es zu einer Sehverschlechterung. Eine Erblindung oder der Verlust des Auges ist nicht komplett auszuschließen.Verhaltensregeln nach der Laser-Operation des AugesEin vorsichtiger Umgang mit dem behandelten Auge sollte für den Patienten selbstverständlich sein. Er sollte die Augen für einige Stunden geschlossen halten und einige Tage nicht an den Augen reiben. Nachkontrollen durch den Augenarzt sollten wahrgenommen werden.Die Hornhaut des Auges ist nach dem Lasern mit der PRK verändert. Daraus ergeben sich Messfehler bei bestimmten Untersuchungen, wenn diese an dem Auge durchgeführt werden. Dazu gehören die Augendruckbestimmung sowie verschiedene Messungen im Vorfeld einer Operation am Grauen Star. Der Patient sollte jedem behandelnden Augenarzt mitteilen, dass bei ihm ein Eingriff mit Laser an der Hornhaut durchgeführt wurde.Die Prognose nach einer Laserbehandlung mit PRKEs dauert einige Tage, bis der Patient wieder klar und scharf sehen kann, da sich die oberste Hornhautzellschicht (Epithel) erst wieder erneuern muss. Auch danach kann es noch Monate dauern, bis die endgültige stabile Brechkraft der Hornhaut erreicht wird. In der Regel kann mit der PRK eine Kurzsichtigkeit bis zu einem Wert von -6 Dioptrien gut korrigiert werden. Es gibt jedoch auch Patienten, bei denen der Wert über- oder unterkorrigiert wurde. Ungefähr 5 % bis 10 % der Patienten benötigen nach der PRK weiterhin eine Brille. Eventuell muss ein Folgeeingriff durchgeführt werden.Die PRK im Vergleich zu anderen Methoden der operativen SehschärfekorrekturDie PRK wird schon verhältnismäßig lange (knapp 20 Jahre) routinemäßig durchgeführt. Das Risiko der Behandlung kann daher besser abgeschätzt werden als bei einigen ganz modernen Verfahren. Dadurch, dass (im Gegensatz zu der gängigen LASIK-Methode) nur die Oberflächenschicht der Hornhaut vor dem eigentlichen Lasereingriff entfernt wird, ist die PRK gewebeschonend und kann auch bei einer relativ geringen Hornhautdicke erfolgen. Ein Nachteil ist die Schmerzhaftigkeit des Auges in den ersten Tagen nach der PRK, die z. B. bei der LASIK meist wesentlich geringer ist.Hinweis zur Kostenfrage einer solchen LaserbehandlungOperationen, die dazu dienen, eine Fehlsichtigkeit auszugleichen (so genannte Refraktive Chirurgie), sind aus medizinischer Sicht keine notwendigen Eingriffe. Das trifft selbstverständlich auch auf die PRK (Photorefraktive Keratektomie) zu. Fehlsichtigkeiten können ebenso gut mit einer Brille oder mit Kontaktlinsen korrigiert werden, ohne dass ein Eingriff vorgenommen werden muss. Aus diesem Grund ist es in aller Regel der Fall, dass die Krankenversicherungen die Kosten für solche Operationen nicht übernehmen können. ...
Bioptik was ist das?Bioptik (englisch: Bioptics) ist eine Möglichkeit, eine hohe Fehlsichtigkeit operativ zu korrigieren. Es handelt sich bei der Bioptik um eine Kombination zweier Verfahren, nämlich der Einpflanzung einer Kunstlinse (z. B. ICL) und der Laserbehandlung der Hornhaut (z. B. LASIK). Damit gehört Bioptik zu den Eingriffen, die als Refraktive Chirurgie (Operationen zum Ausgleich von Brechkraftfehlern) bezeichnet werden.Was ist Fehlsichtigkeit, und welche Arten können vorkommen?Fehlsichtigkeiten, die an einem Auge auftreten können, sind Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit sowie Stabsichtigkeit. Die Ausprägung der Fehlsichtigkeit ist abhängig von der Brechkraft der durchsichtigen Medien (Hornhaut, Linse) und dem Verhältnis zur Länge des Augapfels.Bei Kurzsichtigkeit (Myopie) handelt es sich um eine zu hohe Brechkraft von Hornhaut und Linse im Vergleich zu einem langen Augapfel. Die Lichtstrahlen, die parallel auf das Auge treffen, werden bereits vor dem Augenhintergrund gebündelt, und es kommt zu unscharfem Sehen in der Ferne.Bei Weitsichtigkeit (Hyperopie) ist das Gegenteil der Fall: Die Brechkraft ist zu niedrig beziehungsweise der Augapfel zu kurz. Die Strahlen werden nicht genügend gebündelt, so dass der Patient im Nahbereich unscharf sieht.Stabsichtigkeit (Astigmatismus, auch Hornhautverkrümmung genannt) ist ein Brechkraftfehler, bei dem die Hornhaut in die eine Richtung (z. B. vertikal) stärker gekrümmt ist als in die andere (z. B. horizontal). Ein punktförmiges Objekt wird als eine Linie wahrgenommen.Darüber hinaus kommen kleine weitere Unregelmäßigkeiten der Hornhaut vor, die als irregulärer Astigmatismus zusammengefasst werden.Alle Formen der Fehlsichtigkeit können mit Bioptik behandelt werden.Welche Untersuchungen müssen vor der Bioptik-Operation durchgeführt werden?Die notwendigen Voruntersuchungen entsprechen denen, die auch vor einer Hornhaut-Laseroperation und einer Operation am Grauen Star vorgenommen werden. Der Augenarzt befragt den Patienten (Anamnese) und macht daraufhin einen genauen Sehtest. Dabei wird die Sehschärfe erst ohne und dann mit geeigneter Korrektur geprüft. Das Auge wird betrachtet und der Augendruck gemessen. Zur Beurteilung des Augenhintergrundes muss eine Weitstellung der Pupille durch Augentropfen erfolgen. Das Auge und seine Abschnitte müssen exakt vermessen werden, wofür einige Spezialgeräte zum Einsatz kommen. Anhand der Werte kann die notwendige Brechkraft der Linse sowie die genaue Laserkorrektur berechnet werden.Wie laufen die beiden Eingriffe ab?Bei der Bioptik (Bioptics) erfolgt prinzipiell zunächst die Operation zur Linseneinpflanzung und in einem Folgeeingriff die Laserbehandlung der Hornhaut. Beide Operationen können in örtlicher Betäubung (meist durch Augentropfen) vorgenommen werden.Die Implantation der Kunstlinse mit Vorbehandlung der HornhautBei der Bioptik wird als erste operative Maßnahme die Hornhaut so bearbeitet, dass später eine LASIK (Augenlaser) sehr einfach vorgenommen werden kann. Dazu wird ein oberflächlicher Deckel (englisch: Flap) der Hornhaut abgeschnitten, der an einer Seite noch am Auge hängt. Dies erfolgt entweder mit einem mechanischen Schneidwerkzeug (Mikrokeratom) oder mit einem Speziallaser (Femtosekunden-Laser). Die Hornhautscheibe wird wieder zurückgeklappt und haftet von alleine auf dem Rest der Hornhaut.Danach erfolgt die eigentliche Linsenimplantation. Zur Bioptik kann eine künstliche Linse in die Vorderkammer oder die Hinterkammer des Auges eingepflanzt werden. Es handelt sich in jedem Fall um eine phake Intraokularlinse (IOL), also eine Kunstlinse, die zusätzlich zur natürlichen Linse in das Auge eingesetzt wird.Vorderkammerlinse (VKL)Vorderkammerlinsen werden über einen kleinen Einschnitt im Randbereich der Hornhaut in die Vorderkammer des Auges eingebracht. Es gibt Linsen, die am so genannten Kammerwinkel im Übergangsbereich von Hornhaut und Regenbogenhaut festgemacht werden (Kammerwinkel-fixierte Vorderkammerlinse) und solche, die direkt an der Regenbogenhaut befestigt werden (Iris-fixierte Vorderkammerlinse).Hinterkammerlinse (HKL)Zu den Hinterkammerlinsen gehören die implantierbare Kontaktlinse (ICL) und die PRL (Phakic Refractive Lens). Zur Einpflanzung erfolgt ebenfalls ein kleiner Hornhautschnitt. Oft wird erst ein kleines Stückchen der Regenbogenhaut herausgeschnitten, um ein freies Fließen des so genannten Kammerwassers von der Hinterkammer in die Vorderkammer zu gewährleisten. Dann wird die Kunstlinse zwischen Regenbogenhaut und körpereigene Linse geschoben.Der jeweilige Hornhautschnitt braucht in den allermeisten Fällen nicht genäht zu werden, weil er sich normalerweise von selbst verschließt.Der Zweiteingriff zur Laserbehandlung der Hornhaut (LASIK)Die Folgeoperation zum Lasern der Hornhaut erfolgt einige Wochen bis Monate nach der Linseneinpflanzung. Für diese LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis) wird der zuvor abgetrennte Deckel (Flap) wieder abgelöst und abgeklappt. Mit einem so genannten Excimer-Laser wird die tiefere Hornhautschicht so abgetragen, dass die restliche Fehlsichtigkeit behoben wird. Daraufhin wird der Hornhautdeckel wieder zurückgeklappt. Die Bioptik ist hiermit vollständig durchgeführt.Mögliche Komplikationen bei den Eingriffen zur BioptikBeim Eingriff zum Einsetzen der Kunstlinse kann es selten zu Blutungen kommen. Es kann zu einem erhöhten Augendruck kommen. Die innere Schicht der Hornhaut (Endothel) kann geschädigt werden. Durch die Kunstlinse kann eine Trübung der natürlichen Linse hervorgerufen werden (Katarakt). Die Regenbogenhaut kann sich verziehen. Es kann nicht komplett ausgeschlossen werden, dass die Kunstlinse vom Körper abgestoßen wird. Die Zusatzlinse kann verrutschen, eine Folgeoperation kann notwendig werden.Bei beiden Operationen kann es zu Infektionen kommen. Der Hornhautdeckel kann sich lösen. Durch die Maßnahmen zur Bioptik ist später eine erhöhte Blendungsempfindlichkeit möglich. Eine dauerhafte Sehverschlechterung oder im schlimmsten Fall Erblindung oder Verlust des Auges sind selten.Welche Verhaltensregeln sollte der Patient nach den Operationen beachten?Nach einer ambulanten Operation sollte sich der Patient abholen lassen, da er ein Fahrzeug in den ersten 24 Stunden nicht selbst führen darf.Am Folgetag des Eingriffs erfolgt jeweils eine Nachuntersuchung mit Sehtest und Betrachtung des Auges. Der Patient sollte in den folgenden Tagen bis Wochen das Auge schonen und z. B. nicht schwimmen gehen oder am Auge reiben. Augentropfen, die der Augenarzt verschrieben hat, sollten gewissenhaft eingenommen werden. Später können weitere Kontrolluntersuchungen notwendig werden.Welche Erfolge können durch Bioptik erreicht werden?Durch die Kombination des Lasereingriffs mit der Linsenimplantation können höhere Werte der Fehlsichtigkeit korrigiert werden als mit den Einzelverfahren. Kurzsichtigkeit kann beispielsweise mit bis zu -25 Dioptrien noch vollständig ausgeglichen werden. In den meisten Fällen wird keine Brille mehr benötigt, dennoch kann es vorkommen, dass eine Unter- oder Überkorrektur vorliegt und eine geeignete Sehhilfe getragen werden muss. Eventuell kann dann ein weiterer Eingriff vorgenommen werden.Werden die Kosten für die Behandlung von den Krankenversicherungen übernommen?In aller Regel ist eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse nicht möglich. Bei Bioptics handelt es sich nämlich um ein Verfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeit (Refraktive Chirurgie). Die gleiche Wirkung kann auch mit Brille oder Kontaktlinsen erreicht werden. So besteht keine medizinische Notwendigkeit für einen solchen Eingriff. ...
Grundlagen zum Linsenaustausch zur SehschärfekorrekturZur Korrektur von Fehlsichtigkeiten wird manchmal in einer Operation die natürliche Linse herausgenommen und eine Kunstlinse mit veränderten Werten eingesetzt. Die Maßnahmen entsprechen im Prinzip einer Operation am Grauen Star, mit dem Unterschied, dass keine Trübung der Linse vorliegt. Es wird meist mit dem englischen Begriff Clear Lens Extraction (CLE, Entnahme der klaren Linse) bezeichnet. Das Verfahren wird auch Refraktiver Linsenaustausch genannt.Welche Arten von Fehlsichtigkeit gibt es?An einem Auge kann Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder zusätzlich Stabsichtigkeit vorhanden sein. Die Fehlsichtigkeit ist abhängig von der Brechkraft der Hornhaut und Linse und dessen Verhältnis zur Augapfellänge.Kurzsichtigkeit beschreibt den Zustand, bei dem der Patient in der Ferne verschwommen sieht. Das kommt dadurch zustande, dass die Brechkraft der durchsichtigen Medien zu groß ist und der Augapfel dafür zu lang ist. Die parallel auf das Auge treffenden Lichtstrahlen werden schon vor dem Augenhintergrund gebündelt.Bei Weitsichtigkeit hingegen sieht der Patient in der Nähe unscharf. Der Augapfel ist zu kurz beziehungsweise die Brechkraft von Linse und Hornhaut zu gering.Stabsichtigkeit liegt dann vor, wenn die Hornhaut in eine Richtung (z. B. von oben nach unten) stärker gekrümmt ist als in die andere (z. B. von links nach rechts). Der Patient sieht einen Punkt als einen Strich.Der refraktive Linsenaustausch eignet sich auch für hohe Werte der Kurz- und Weitsichtigkeit, die mit anderen Verfahren (z. B. Laseroperationen wie LASIK) nicht mehr behandelbar sind. Auch Stabsichtigkeit ist zu einem gewissen Maße korrigierbar.Müssen spezielle Voruntersuchungen erfolgen, um eine Clear Lens Extraction durchzuführen?Die Untersuchungen im Vorfeld eines solchen Eingriffs entsprechen weitgehend denen, die auch vor der herkömmlichen Operation am Grauen Star (Katarakt-Extraktion) durchgeführt werden. Es erfolgt eine Befragung des Patienten (Anamnese) und ein genauer Sehtest, der zunächst ohne und dann mit geeigneter Brillenkorrektur vorgenommen wird. Der Arzt betrachtet Vorderabschnitt des Auges und Augenhintergrund. Dazu ist eine Erweiterung der Pupille durch die Gabe bestimmter Augentropfen erforderlich. Der Augeninnendruck wird bestimmt. Zur Berechnung der optimalen Augenlinse wird eine genaue Vermessung des Auges vorgenommen. Dies geschieht mit Spezialgeräten, z. B. dem IOL-Master® zur so genannten optischen Biometrie.Wie wird die Operation zum Linsenaustausch durchgeführt?Vor der Operation sollten Medikamente, die die Blutgerinnung hemmen, in Rücksprache mit dem Arzt abgesetzt werden, falls der Patient sie einnimmt. Dazu gehören z. B. Marcumar® und Aspirin®. In der Regel wird eine örtliche Betäubung vorgenommen. Oft wird sie mit einer Spritze neben das Auge (Retrobulbäranästhesie) gegeben, kann aber auch durch Betäubungstropfen erfolgen. Nur manchmal erfolgt eine Vollnarkose. Die Pupille wird durch die Gabe von Augentropfen erweitert.Der Eingriff erfolgt bei Betrachtung durch ein Operationsmikroskop. Ein Schnitt wird am äußeren Rand der Hornhaut angelegt. Mit einem speziellen Ultraschall-Instrument wird die natürliche Linse weich gemacht. Die Linse kann dann einfach abgesaugt werden (Phakoemulsifikation). Es verbleibt der hintere Kapselsack der Linse. Dort wird dann die Kunstlinse (Intraokularlinse, IOL) eingesetzt. Sie hält in aller Regel von alleine im Kapselsack. Nur selten sind andere Methoden zur Fixierung der Linse erforderlich. Nach dem Eingriff heilt der Hornhautschnitt im Normalfall selbst zu, eine Naht muss nur bei erwarteter Undichtigkeit erfolgen. Am Ende der Operation wird ein Augenverband angelegt.Alles in allem dauert die Operation zum Austausch der klaren Linse etwa 15 bis 20 Minuten, selten auch länger.Welche Arten von Linsen können statt der körpereigenen Linse eingesetzt werden?Die Ersatzlinsen bestehen aus Kunststoff. Materialien, die oftmals zur Herstellung der Linsen verwendet werden, sind vor allem PMMA, Silikon, Acryl sowie Hydrogel. Die Stärke der Linsen wird anhand der Werte, die bei den Voruntersuchungen gemessen wurden, berechnet.Die „normale“ Kunstlinse besitzt eine einheitliche Brechkraft und wird so ausgesucht, dass der Patient entweder in der Ferne oder in der Nähe scharf sieht. Für den jeweils anderen Bereich wird eine Brille benötigt. Gerade bei diesem Eingriff werden jedoch oft auch Linsen eingesetzt, die einen Bereich des scharfen Sehens sowohl in der Nähe als auch in der Ferne besitzen (bifokale oder multifokale Intraokularlinsen). Ebenso sind Linsen entwickelt worden, die die Schärfeeinstellung der natürlichen Linse zwischen Nähe und Ferne bis zu einem gewissen Grad imitieren (akkomodierende Intraokularlinsen).Welche Komplikationen können bei der Operation zum Linsenaustausch vorkommen?Im Allgemeinen können die gleichen Komplikationen auftreten wie auch bei der Operation des Grauen Stars. Verschiedene Strukturen können verletzt werden. Blutungen oder Nachblutungen sind selten. Sollte die Hinterkapsel der Linse reißen oder Teile des Glaskörpers nach vorne gelangen, so müssen meist besondere Maßnahmen erfolgen. Durch Abschürfungen der Hornhaut können starke Schmerzen entstehen. Mitunter schwerwiegende Infektionen des Auges können auftreten. Netzhautablösungen, die eine Gefahr für die Sehkraft des Auges darstellen, können manchmal vorkommen. Gefährdet für eine Netzhautablösung sind besonders kurzsichtige Augen. Der Augendruck kann steigen, wodurch weitere Schäden entstehen können. Bei Flüssigkeitsansammlungen in der Netzhautmitte (Makula) kann es zu Sehverschlechterungen kommen. Nicht selten entstehen nach der Operation Trübungen der Linsenkapsel (so genannter Nachstar). Mit einem einfachen Lasereingriff können diese meist beseitigt werden. Bisweilen verrutscht die Linse im Auge, und eine weitere Operation wird notwendig. In Ausnahmefällen wird die Linse vom Körper abgestoßen. Eine dauerhafte Sehverschlechterung, Erblindung oder im äußersten Fall der Verlust des Auges sind nicht auszuschließen.Was muss der Patient nach der Operation beachten?Wenn der Eingriff ambulant erfolgt, so sollte sich der Patient abholen lassen. Er darf vor allem in den ersten 24 Stunden nicht selbst Auto fahren.Am Tag nach dem operativen Linsenaustausch führt der Augenarzt eine Kontrolluntersuchung durch. Es wird vor allem ein Sehtest, eine Augendruckmessung und eine Begutachtung des Auges und der eingesetzten Linse durchgeführt. Der Verband kann von diesem Zeitpunkt an in der Regel weggelassen werden. Der Patient sollte dennoch vorsichtig mit dem Auge umgehen, beispielsweise nicht daran reiben. Ebenfalls sollte er nicht schwimmen gehen oder sich körperlich anstrengen. Die Augentropfen, die der Arzt verschrieben hat, sollten nach Plan angewendet werden.Wie sind die Erfolgsaussichten nach einer Clear Lens Extraction (Refraktiver Linsenaustausch)?Dadurch, dass die komplette Augenlinse ausgetauscht werden kann, können auch sehr hohe Werte der Kurz- und Weitsichtigkeit durch entsprechende Veränderung der Brechkraft ausgeglichen werden. Dies ist mit den anderen Verfahren (z. B. Laserbehandlungen der Hornhaut wie LASIK) in diesem Ausmaß nicht möglich. In vielen Fällen kann die Fehlsichtigkeit so behandelt werden, dass eine Brille nur noch für die Nähe oder die Ferne notwendig ist oder komplett weggelassen werden kann. Eine Garantie für einen Behandlungserfolg kann jedoch nicht gegeben werden. Die Komplikationsrate ist etwas höher als bei Verfahren wie der LASIK. Es handelt sich bei der Clear Lens Extraction (beziehungsweise der Operation des Grauen Stars) allerdings um einen schon seit langer Zeit routinemäßig vorgenommenen Eingriff, der sehr häufig durchgeführt wird und dessen Risiken und Folgen genau bekannt sind.Können die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden?Für eine Operation, die nur der Behandlung von Fehlsichtigkeiten dient, werden in aller Regel von den Krankenversicherungen die Kosten nicht übernommen. Manchmal liegt aber eine medizinische Begründung für den Eingriff vor, so dass es nicht ausgeschlossen ist, dass die Krankenversicherung zumindest einen Teil der Kosten trägt. Hier sollte sich der Patient genau erkundigen. ...
Eine Kontaktlinse im Auge Eine implantierbare Kontaktlinse (ICL) ist eine geschliffene Linse zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten, die durch eine ...
Hornhautringe zur Korrektur von FehlsichtigkeitBeim ICR (Intracornealer Ring) handelt es sich um eine neuartige Möglichkeit, eine nicht zu starke Kurzsichtigkeit durch eine kleine Operation auszugleichen. Dabei werden zwei Ringe in die Hornhaut eingesetzt, die zusammen einen geschlossenen Ring ergeben. Manchmal wird nur ein Halbring einoperiert (Intacs). Die beiden Verfahren gehören zu den Methoden, die unter dem Namen Refraktive Chirurgie (Eingriffe zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten) zusammengefasst werden.Was ist Kurzsichtigkeit?Kurzsichtigkeit ist eine Art der Fehlsichtigkeit. Das Auge ist zu lang beziehungsweise die Brechkraft der Hornhaut und der Augenlinse zu groß. Das scharfe Bild entsteht bereits im Bereich vor der Netzhaut, und in der Ferne sieht der Patient unscharf. Durch den ICR sowie durch Intacs kann Kurzsichtigkeit bis zu einem Wert von -4 Dioptrien korrigiert werden. Sinnvoll kann der Eingriff unter anderem auch bei einem noch nicht zu weit fortgeschrittenen Keratokonus sein, einer Hornhauterkrankung, die mit einer zu starken Wölbung der Hornhaut einhergeht.Welche Untersuchungen werden vor dem Eingriff (ICR, Intacs) durchgeführt?Bevor die Hornhautringe (ICR) oder der Halbring (Intacs) operativ eingesetzt werden, sind einige Untersuchungen notwendig. Sie ähneln den Untersuchungen, die auch vor einer Laseroperation der Hornhaut (z. B. LASIK) vorgenommen werden müssen. Der Patient wird zunächst befragt (Anamnese), ein Sehtest wird ohne und mit der bestmöglichen Korrektur (Brille, Kontaktlinsen, Spezialgläser beim Augenarzt) durchgeführt. Der Augenarzt schaut sich die Augen unter Vergrößerung an und betrachtet auch den Augenhintergrund. Eine Erweiterung der Pupillen durch Augentropfen ist dazu erforderlich. Das Auge muss des Weiteren mit Spezialgeräten genau vermessen werden, insbesondere die Hornhautoberfläche, damit die Stärke der Hornhautringe berechnet werden kann.Wie werden intracorneale Ringe (ICR) oder Halbringe (Intacs) eingesetzt?Der Patient befindet sich bei dem Eingriff auf einer Liege. Es wird eine örtliche Betäubung durch Augentropfen vorgenommen. Das Auge wird durch einen so genannten Lidsperrer offen gehalten. Die Hornhaut wird im oberen Bereich eingeschnitten. Nach Anbringen eines Saugringes werden weitere tunnelartige Schnitte vorgenommen. Die Ringe können jetzt in die Hornhaut eingeführt werden. Wenn sie sich an der richtigen Stelle befinden, werden die Schnitte an der Hornhaut vernäht. Am Ende der Operation wird eine Augensalbe aufgetragen und ein Augenverband angelegt.Welche Komplikationen können auftreten?Manchmal kommen nach der Operation Schmerzen auftreten. Es kann zu Trübungen beziehungsweise Narben an der Hornhaut kommen, die aber eher selten das optische Zentrum der Hornhautmitte betreffen, da sich die Hornhautringe weiter außen befinden. Es kann zu Infektionen der Hornhaut kommen. Nur sehr selten kann es zu Schäden an umgebenden Strukturen kommen. Äußerst selten kann ein Hornhautring vom Körper abgestoßen werden. Es ist nicht komplett auszuschließen, dass es zu einer andauernden Sehverschlechterung, einer Erblindung oder im Extremfall zum Verlust des Auges kommt.Wie sollte sich der Patient nach einer solchen Hornhautoperation mit Ringeinsatz verhalten?Am Tag nach dem Eingriff untersucht der Augenarzt das operierte Auge erneut. Es wird ein Sehtest durchgeführt und insbesondere die Hornhaut genau beurteilt. Nach dieser Kontrolluntersuchung kann der Patient den Verband meist weglassen. Dennoch sollte für einige Tage bis Wochen besonders vorsichtig mit dem Auge umgegangen werden. Augentropfen, die vom Arzt verschrieben wurden, sollten gewissenhaft angewendet werden.Nach etwa einem Monat werden die Fäden, mit denen die Hornhaut vernäht wurde, gezogen. Dazu ist eine weitere Betäubung des Auges mit Tropfen notwendig.Auch später sind regelmäßige Nachkontrollen notwendig, um mögliche Komplikationen erkennen zu können.Wie sind die Erfolgsaussichten mit dem Intracornealring (Hornhautring)?Ein Hornhautring besteht aus dem Material PMMA. Dies wird vielfach auch für Kunstlinsen im Auge (z. B. bei einer Operation am Grauen Star) verwendet und vom Patienten in aller Regel gut vertragen. Es kann nur eine geringe bis mittelgradige Kurzsichtigkeit mit einem Hornhautring ausgeglichen werden, wofür jedoch bereits relativ viele Patienten in Frage kommen. Weitsichtigkeit oder Stabsichtigkeit (so genannte Hornhautverkrümmung) können durch ICR oder Intacs nicht behandelt werden. Kurzsichtige Augen benötigen nach der Ringeinpflanzung meist keine Korrektur mehr, dies ist jedoch nicht in allen Fällen garantiert. Das Einsetzen der Ringe lässt sich im Gegensatz z. B. zu einer Laserbehandlung (LASIK oder ähnliche Verfahren) wieder rückgängig machen.Können die Behandlungskosten übernommen werden?Die Krankenversicherungen können die Kosten für die Ring-Operation der Hornhaut nicht übernehmen, da es sich um einen Eingriff zur Behandlung von Fehlsichtigkeit (Refraktive Chirurgie) handelt und die Kurzsichtigkeit ebenso gut mit einer Brille oder Kontaktlinsen korrigiert werden kann. In Einzelfällen kann die Operation jedoch medizinisch erforderlich sein. In diesem Fall sollte sich der Patient bei seiner Krankenkasse erkundigen. ...
Grundlagen zur Zusatzlinse im AugeUm eine Fehlsichtigkeit auszugleichen, ist es manchmal sinnvoll, eine zusätzliche Augenlinse (phake Intraokularlinse, phake IOL) einzusetzen. Diese Kunstlinse wird in das Auge vor die natürliche Linse eingepflanzt. Der Eingriff gehört zu einer Reihe von Behandlungsmaßnahmen, die mit dem Begriff Refraktive Chirurgie (Operationen zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten) beschrieben werden. Meist wird die Kunstlinse in die Vorderkammer des Auges gesetzt, manchmal auch in die Hinterkammer.Welche Fehlsichtigkeiten gibt es?Ein Auge kann kurzsichtig, weitsichtig oder stabsichtig sein. Dies hängt ab von der Brechkraft der durchsichtigen Medien (Hornhaut und Linse) und dem Abstand dieser Strukturen vom Augenhintergrund (Netzhaut).Bei Kurzsichtigkeit (Myopie) ist der Augapfel zu lang beziehungsweise die Brechkraft von Linse und Hornhaut zu groß. Lichtstrahlen, die parallel auf die Augenoberfläche treffen, werden statt auf der Netzhaut schon im Raum vor dem Augenhintergrund gebündelt. Es kommt zu unscharfem Sehen in der Ferne.Bei Weitsichtigkeit ist das Gegenteil der Fall. Die Brechkraft der Linse und der Hornhaut ist zu gering beziehungsweise der Augapfel zu kurz. Die (virtuell verlängerten) Lichtstrahlen kommen erst hinter dem Augenhintergrund zusammen. Der Patient sieht im Nahbereich unscharf.Stabsichtigkeit (so genannte Hornhautverkrümmung, Astigmatismus) beschreibt eine stärkere Krümmung der Hornhaut in eine Richtung als in die andere. Der Patient sieht einen eigentlichen Punkt als einen Strich. Stabsichtigkeit ist im Gegensatz zur Kurz- und Weitsichtigkeit durch die Zusatzlinsen-Operation nicht oder nur ungenau korrigierbar.Das Einsetzen einer zusätzlichen Augenlinse kann vor allem bei hoher Kurzsichtigkeit von -6 bis zu -20 Dioptrien oder hoher Weitsichtigkeit von +4 bis +8 Dioptrien sinnvoll sein.Welche Untersuchungen sind erforderlich, bevor die ergänzende Augenlinse eingesetzt werden kann?Die Voruntersuchungen einer solchen Operation sind ähnlich wie bei einer Operation am Grauen Star sowie einer Laserbehandlung der Hornhaut (z. B. LASIK). Der Patient wird befragt (Anamnese), und ein genauer Sehtest ohne und mit Korrektur durch vorgesetzte Gläser wird durchgeführt. Das Auge wird betrachtet. Sowohl der Vorderabschnitt als auch der Augenhintergrund werden beurteilt. Hierzu ist die Erweiterung der Pupillen durch Augentropfen notwendig. Der Augendruck wird bestimmt. Das Auge wird mit Spezialgeräten genau vermessen (Biometrie), um die Werte für die Brechkraft der künstlichen Linse berechnen zu können.Ablauf der Operation zum Einsatz einer ergänzenden Augenlinse (phake IOL)Falls der Patient Medikamente einnimmt, die die Blutgerinnung hemmen (z. B. Marcumar® oder Aspirin®), so sollten diese vor der Operation abgesetzt werden. Dies wird mit dem Arzt abgesprochen.In vielen Fällen genügt für den Eingriff eine örtliche Betäubung. Manchmal wird auch eine Vollnarkose vorgenommen.Zur Implantation einer Vorderkammerlinse erfolgt ein Schnitt im äußeren Bereich der Hornhaut. Die zuvor berechnete Kunstlinse wird in die Vorderkammer eingeschoben. Sie wird dann entweder im so genannten Kammerwinkel am Übergang von Hornhaut zur Regenbogenhaut befestigt (Kammerwinkel-fixierte Vorderkammerlinse) oder an der Regenbogenhaut selbst (Iris-fixierte Vorderkammerlinse).Die zusätzliche (phake) Hinterkammerlinse wird ebenfalls über einen kleinen Hornhautschnitt eingeführt. Sie befindet sich dann zwischen der Regenbogenhaut und der körpereigenen Linse und muss nicht in allen Fällen festgemacht werden.Der Schnitt an der Hornhaut heilt in aller Regel von alleine zu und muss normalerweise nicht vernäht werden.Welche Komplikationen können auftreten?Das Auge kann zunächst schmerzen. Blutungen am und im Auge sind sehr selten. Durch die Eröffnung des Auges kann es zu mitunter schwerwiegenden Infektionen kommen. Insbesondere durch eingesetzte Hinterkammerlinsen kann es zu einer Trübung der natürlichen Linse kommen (Katarakt). Der Augendruck kann vor allem bei Vorderkammerlinsen steigen (Glaukom), was unter Umständen zu Folgeschäden führen kann. Die Regenbogenhaut (Iris) kann sich durch die Linse verziehen. Die Hornhaut, insbesondere die innere Hornhautschicht (Endothel), kann geschädigt werden. Die Kunstlinse kann im Auge verrutschen und muss dann eventuell ausgetauscht werden. Nicht vollständig auszuschließen ist, dass die Kunstlinse vom Körper abgestoßen wird. Durch die Operation kann es in seltenen Fällen zu dauerhaften Sehverschlechterungen und im Extremfall zur Erblindung oder zum Verlust des Auges kommen.Wie sollte sich der Patient nach der Operation verhalten?Falls die OP unter ambulanten Bedingungen erfolgt, so sollte sich der Patient abholen lassen. Ein Fahrzeug darf vor allem in den ersten 24 Stunden nicht gesteuert werden.Am ersten Tag nach dem Eingriff wird eine Kontrolluntersuchung vorgenommen. Dazu gehören unter anderem ein Sehtest, eine Augendruckmessung und eine Betrachtung des Auges. Ab diesem Zeitpunkt kann auf einen Augenverband meist verzichtet werden. Der Patient sollte dennoch das Auge schonen, z. B. nicht reiben oder schwimmen gehen, und auf körperliche Anstrengungen verzichten. Augentropfen sollten wie angeordnet angewendet werden. Auch später sollte darauf geachtet werden, dass auf das Auge keine zu starken mechanischen Belastungen einwirken.Welche Erfolge können durch die zusätzliche Kunstlinse im Auge erzielt werden?Durch eine solche phake Intraokularlinse können Kurz- und Weitsichtigkeit auch mit hohen Werten (bis -20 Dioptrien beziehungsweise bis +8 Dioptrien) ausgeglichen werden. Um eine noch höhere Korrektur zu erreichen, kann der Eingriff auch mit einer Laserbehandlung der Hornhaut (z. B. LASIK) kombiniert werden. In den meisten Fällen kann nach der Operation auf eine Brille verzichtet werden. Dennoch ist manchmal weiterhin das Tragen einer Sehhilfe notwendig.Hinweis zu den BehandlungskostenDie Übernahme der Kosten der Operation werden in den allermeisten Fällen von den Krankenversicherungen nicht übernommen. Grund ist, dass meist die Fehlsichtigkeiten durch eine Brille oder durch Kontaktlinsen ebenso ausgeglichen werden können. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass in Einzelfällen auch Zuschüsse oder eine Kostenübernahme gewährt werden können, wenn z. B. eine medizinische Begründung für die Notwendigkeit eines solchen Eingriffs vorliegt. ...