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Tränensäcke | Behandlung | Operation

Korrektur | Lidoperation | Augenlider

Allgemeines zur Operation der Tränensäcke

So genannte Tränensäcke, erschlaffte und hervortretende Unterlider, zeigen sich oft als Alterserscheinung. Wenn andere Heilmethoden nicht ausreichen, kann eine Operation durchgeführt werden.

Zum Begriff Tränensack / Tränensäcke

Als Tränensack wird korrekterweise ein Teil der ableitenden Tränenwege bezeichnet. Die Tränen fließen nasenseitig an der Lidkante zunächst über die Tränenkanäle in den Tränensack und von dort aus über den Tränennasengang in die Nasenhöhle. Im Volksmund hat sich der Begriff Tränensäcke jedoch für kosmetische Auffälligkeiten im Sinne von Erschlaffung und Hervorquellen des Unterlides eingebürgert, was mit dem Tränenabfluss nichts zu tun hat.

Wie entstehen die so genannten Tränensäcke?

Solche Tränensäcke entstehen bei vielen Menschen durch Alterung der Haut und des Gewebes. Die Elastizität nimmt langsam ab. Fettgewebe dringt aus der Tiefe bis unter die Haut vor. Neben den natürlichen Alterungsprozessen bewirken Faktoren wie häufige Sonneneinstrahlung, Schlafmangel, Rauchen, Alkohol und Stress, dass die Tränensäcke sich entwickeln. Bei manchen Menschen wird die Anlage zu Tränensäcken auch vererbt, bei ihnen kommt es oft schon in relativ jungen Jahren zu den hervortretenden Unterlidern. Häufig kommt es bei Tränensäcken auch zu hervorquellenden Oberlidern (Dermatochalasis, Blepharochalasis).

Welche einfachen Mittel helfen gegen Tränensäcke?

Um Tränensäcke zu behandeln, muss oft nicht gleich eine Operation durchgeführt werden. Zunächst kann versucht werden, mit einfachen Methoden die Lidschwellung zum Verschwinden zu bringen. In vielen Fällen hilft feuchte Kühle, der Betroffene kann z. B. Gurkenscheiben, kalte Teeaufgüsse oder Quark anwenden („Gurkenmaske“, „Quarkmaske“ etc). Auch eine Harnstoffsalbe kann aufgetragen werden. Gehen die Tränensäcke mit diesen Maßnahmen nicht weg, so können sie nur durch eine Operation beseitigt werden.

Die Lidoperation (Blepharoplastik) bei Tränensäcken

Zumeist kann die Operation unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Dazu wird das Betäubungsmittel in das Gewebe gespritzt.

Der Eingriff kann in manchen, weniger ausgeprägten Fällen von der Lidinnenseite aus vorgenommen werden. Vorteil dabei ist, dass eine spätere Narbe von außen nicht sichtbar ist. Bei schwereren Fällen wird eine Operation von außen durchgeführt, bei der der Schnitt unter der Wimpernreihe verläuft.

Bei beiden Operationsmöglichkeiten wird überschüssiges Fettgewebe, Muskeln und Bindegewebe aus dem Lid herausgeholt. Bei der OP von außen wird zugleich auch die Haut gestrafft, indem ein Anteil der Haut entfernt wird und die Ränder dann vernäht werden.

Welche Komplikationen können bei der Operation auftreten?

Bei dem Eingriff zur Entfernung der so genannten Tränensäcke kann es zu Blutungen, Nachblutungen und Blutergüssen kommen. Schwellungen können auftreten, verschwinden meist bald. Infektionen und Wundheilungsstörungen sowie eine überschießende Narbenbildung können vorkommen. Strukturen im Bereich der Operation können geschädigt werden. Selten kann es zu Nervenausfällen kommen, dadurch kann sich ein Taubheitsgefühl oder eine Bewegungslähmung ergeben. Schäden am Augapfel sind extrem selten.

Wie sollte sich der operierte Patient verhalten?

Wurde die Operation ambulant durchgeführt, so sollte der Patient in den nächsten 24 Stunden kein Auto selbst fahren. Am Tag nach der Operation erfolgt eine erneute Untersuchung, auch in den folgenden Tagen wird der Patient beobachtet. Der Augenarzt zieht nach einigen Tagen die Fäden.

Eine zu starke Belastung sollte nicht auf das Lid einwirken. Daher sollte der Patient z. B. auch  auf Sport verzichten, bis die Wunde abgeheilt ist. Um eine Schwellung zu bekämpfen, kann das Lid vorsichtig gekühlt werden. Der Patient sollte das Gesicht einige Monate lang keiner zu starken Sonneneinstrahlung aussetzen.

Mit welchem Erfolg kann der Patient nach der Operation der Tränensäcke rechnen?

In den meisten Fällen kommt es zur deutlichen Reduzierung der Lidvorwölbung oder zum völligen Verschwinden der Tränensäcke. Dadurch kommt es kosmetisch zu einem gesünderen, jüngeren Aussehen. Nur in seltenen Fällen kommt es zu einem unbefriedigenden Befund, z. B. auch beim Auftreten von Komplikationen. Bei der Operation von innen ist die Narbe nicht sichtbar, nach der OP von außen wird die Narbe innerhalb von Monaten langsam weniger und ist dann oft kaum noch wahrnehmbar. Sie kann durch Kosmetika abgedeckt werden.

Hinweis zu den Operationskosten

Es handelt sich bei der Operation der so genannten Tränensäcke um eine Schönheitsoperation. Der Eingriff hat keinerlei medizinische, sondern lediglich ästhetische Vorteile. Daher werden die Kosten von den Krankenkassen auch nicht übernommen, und der Patient sollte sich zur Kostenfrage vorher informieren.


Letzte Aktualisierung am 15.09.2009.

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